SSP008 Schriftliche Leistungsbewertung

Nachdem wir uns über Noten und Bewertung generell unterhalten haben, sprechen wir diesmal konkret über die Bewertung schriftlicher Leistungsnachweise. Dabei sprechen wir das grundlegende Vorgehen und die Unterschiede zwischen unseren Bundesländern und Fächern an.

Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare. Wenn ihr selbst Lehrerin oder Lehrer seid, auch gern darüber, wie das bei euch so aussieht.

4 Gedanken zu „SSP008 Schriftliche Leistungsbewertung

  1. Thomas, macht ihr das nur an der Oberschule so das ihr die arbeiten behaltet? bei minderjährigen schülern gibts da ja noch eltern die das gerne mal sehen wollen.

    Ihr habt ja jetzt länger über bewertungen von Klausuren in so “Textfächern” geredet, wie sieht das denn in Mathe und Physik aus? Da kann(oder muss) man ja im Design auch ganz interessante sachen machen. Könntet ihr da evtl. mal nen Kollegen ans Mirko holen?

    • Also, wir geben das immer raus an die Schülerinnen und Schüler und damit an die Eltern. Das Interessante ist da auch, dass Eltern eigentlich die Arbeit nicht unterschreiben dürfen, weil das Urkundenfälschung ist. 😉

      Wir können mal schauen, ob wir da jemanden finden. 🙂 Soweit ich weiß, ist das da halt in dem Moment anstrengend, wenn die Schülerantwort vom Weg abweicht, weil du dann alles nachrechnen und nachvollziehen musst. Das macht dann Korrektur langsam. Insbesondere, wenn Folgefehler eine Rolle spielen.

    • Das ist eine gute Idee. Ich selbst kenne es vor allem aus meinem Unterrichtsfach Wirtschaft, da muss man auch ganz anders herangehen.

  2. Ein gutes Gefühl, dass ich nicht alleine bin mit der Ansicht, dass die deutschen Schulnoten von 1 bis 6 schon aufgrund der fehlenden Linearität keine sonderlich glückliche Konstruktion sind.

    In meinem Heimatland Luxemburg kommt übrigens ein Notensystem von 0 (ungenügend) bis 60 (Die Besten der Besten, Sir! Mit Auszeichnung!) zum Einsatz, traditionell ist alles ab 30 Punkten “bestanden”. Vorteile sind die sehr viel feinere Granularität, aber auch, dass man als Schüler anhand der Punkteanzahl auf ner bestimmten Frage besser einschätzen kann, was/wie viel der Lehrer da von einem erwartet. Außerdem lernen die Schüler so, dass man Verwaltungsakte selber nachzuprüfen sollte (in diesem Fall: “Hat der Lehrer die Punkte korrekt addiert?”).

    Der Königsweg wären IMHO Noten von 0 bis 100, mit der “bestanden”-Grenze bei 50 Punkten.

    Ein Nachteil könnte vielleicht sein, dass bei nem derartigen System im Falle einer schönen Gauß-Verteilung natürlich mehr ungenügende Noten dabei sind als bei nem nicht-linearen System, bei dem nur ein Drittel der möglichen Noten “ungenügend” ist.

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