SSP019 Neutralität und Pranger

Diesmal sind wir sehr aktuell und spezifisch. Die AfD hat in mehreren Bundesländern sogenannte “Pranger” online gestellt, Websites, auf denen BürgerInnen melden sollen, wenn LehrerInnen sich im Unterricht gegen die AfD äußern und damit ihre Neutralität verletzen. Wir erklären, dass es dieses “Neutralitätsgebot” nicht gibt und wie eigentlich Lehrkräfte, besonders Politiklehrer mit Diskurs umgehen und welche Konsequenzen diese Aktion auf Schulen haben kann.

Shownotes

Der Beutelsbacher Konsens

Der MDR zu den Briefen der AfD

2 Gedanken zu „SSP019 Neutralität und Pranger

  1. Hi, ich bin keine Lehrerin. Ich dachte bisher, dass Lehrer auch irgendwelche Aussehens-Regeln haben, wie Polizisten. Polizisten dürfen doch nur natürliche Haarfarben haben und keine sichtbaren Tattoos. Hat dieser Unterschied nur mit der Uniform zu tun und gar nicht mit dem Beamtenstatus? Haben Lehrer irgendwelche Vorgaben? Könnte ein Lehrer auch mit gespaltener Zunge weiter arbeiten oder wäre damit eine Grenze überschritten?

    • Das ist sehr individuell. Ich habe diese Woche am Rande einer Fortbildung darüber geredet. Ich trage gerne alternative Sachen, bin an Stellen tätowiert, die vielleicht sichtbar, aber abdeckbar, sind und habe ein Septum Piercing in der Nase, das ich einklappen kann. Die Grundregel scheint zu sein: hängt von der Schulleitung ab und solange es nicht verfassungsfeindlich ist und versteckbar, ist es okay. Verstecken muss man es aber erst, wenn jemand ein Problem damit hat.

      Meine persönliche Einstellung ist, dass Pluralismus ein positiver Wert ist, den wir zeigen sollten. Die Idee, dass eine bestimmte Kleidung vertrauenwürdiger wirkt als andere, ist eigenartig.

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